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Meine Lieblingsfilme 2011

Wie jedes Jahr orientiere ich mich am amerikanischen Kinojahr, berücksichtige also in den Top Ten alle Filme, die 2011 in den USA angelaufen sind und damit für die Oscar-Verleihung in Frage kamen. Mit "My Week with Marilyn" ist nun auch der letzte Kandidat angekommen, dem ich noch Chancen gab, in diese Liste aufgenommen zu werden, daher ist es nun Zeit für die Bewertung. Nach dem Durchhänger 2010 kamen dieses Jahr wieder mehr Filme von guter Qualität ins Kino, wenn mich auch die Serie der Superhelden-Movies vom vergangenen Sommer einigermaßen erschöpft zurückließ. Doch wie fast immer wurde das durch die amerikanische Herbst- und Winterproduktion wettgemacht.

1. "Hugo Cabret"

Zusammen mit James Camerons "Avatar" der einzige 3D-Film, der zählt. Nicht nur, weil er technisch perfekt gemacht ist, sondern weil Scorsese die neue Technik intelligent und bewusst einsetzt. "Hugo Cabret" ist daher nicht nur die Geschichte eines frühen Filmpioniers, sondern auch ein Plädoyer für eine mutige Weiterentwicklung des Kinos.

2. "Melancholia"

Ein Science-Fiction, der den Weltuntergang als Erlösung schildert. Wenn ich an den Film denke, habe ich immer noch diesen sich langsam nähernden Planeten mit seinem hypnotischen blauen Licht vor Augen.

3. "Drive"

Obwohl andere Filme erfolgreicher waren, bleibt längerfristig vom vergangenen Jahr wohl vor allem dieser hier in Erinnerung. Ryan Gosling ist einfach eine coole Sau und genau der Richtige, um das Genre der Muscle-Car-Filme neu zu beleben. Ist unter den Titeln in dieser Liste der Einzige, den ich mir auf DVD kaufen werde.

4. "The Artist"

Beeindruckend an diesem Film ist vor allem der Mut, im 3D-Zeitalter einen schwarzweißen Stummfilm im Format 4:3 zu drehen. Natürlich ist "The Artist" auch perfekt inszeniert, mit viel Drama, Herzschmerz, Humor und tollen Schauspielern. Aber allein deswegen würde er hier nicht erscheinen.

5. "Der Gott des Gemetzels"

Etliche Rezensenten bemängelten, "Der Gott des Gemetzels" sei doch kein richtiger Film, sondern einfach nur ein abgefilmtes Theaterstück. Das stimmt schon, doch ich habe mich trotzdem anderthalb Stunden lang bestens unterhalten gefühlt. Und die Schauspieler waren klasse.

6. "Super 8"

Für meinen Geschmack ein stark unterbewerteter Film. Eine Story wie aus einem Abenteuerbuch für Jugendliche, ein Buch von der Art, die man atemlos vor Spannung in ein, zwei Tagen in einem Rutsch durchliest. Dazu kommt die Inszenierung im 70er-Jahre-Stil von Steven Spielberg, als er "Indiana Jones" und "E. T." herausbrachte.

7. "The Tree of Life"

Mein Lieblingskritiker Roger Ebert nannte diesen Film ein "Gebet". Das ist eine gute Beschreibung für "The Tree of Life", bei dem eine durchgehende Story kaum erkennbar ist. Stattdessen vertraut Terrence Malick auf seine Fähigkeit, ungeheuer impressive Bilder zu erschaffen. Dieser Film ist nicht jedermanns Sache, aber wenn man sich darauf einlassen kann, sitzt man völlig gebannt im Kinosaal.

8. "Source Code"

Nach "Moon" ein weiterer intelligenter Science-Fiction von Duncan Jones, dem bei seinem zweiten Film offensichtlich schon ein größeres Budget zur Verfügung stand. Das Geld hat er gut angelegt in Schauspieler wie Jake Gyllenhaal, Michelle Monaghan oder Vera Farmiga.

9. "My Week with Marilyn"

Alle sprechen immer nur über die schauspielerische Leistung von Michelle Williams, dabei ist der ganze Film hervorragend.

10. "Mission: Impossible – Phantom Protokoll"

Unter den ganzen Action-Filmen des vergangenen Jahres war der vierte Teil der Mission-Impossible-Reihe der unterhaltsamste und vor allem auch der witzigste. Und für die Szenen am Burj Khalifa gibt's einen Extrapunkt.

Meine Lieblingsfilme 2010

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Geschrieben am Dienstag 24 April 2012 um 15:14 von Roland Freist

Bearbeitet: Mittwoch 09 Januar 2013 16:57

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