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Archiv der Kategorie Kino

Filmkritik: "Fast & Furious 6"

Geschrieben am Freitag 24 Mai 2013 um 1:09 von Roland Freist

Er gibt Gas, das macht Spaß

Die "Fast & Furious"-Filme waren immer besser als ihr Ruf. Die ersten beiden gewährten Einblicke in eine Subkultur, von der zumindest ich bis dahin nur wenig wusste. Und die Honda Civics mit dem beleuchteten Unterboden waren natürlich purer Pop. Gleichzeitig waren die Filme aber auch deshalb bemerkenswert, da ihre Protagonisten Kriminelle waren, kleine Straßengangster, die sich auf das Ausrauben von LKW spezialisiert hatten.

Mit Teil 3, "Tokyo Drift", übernahm Justin Lin die Reihe. Auch bei ihm ging es zunächst noch um die Subkultur der illegalen Straßenrennen mit aufgemotzten Serienwagen. Aber die Helden veränderten sich: Sie waren zwar immer noch Straßenräuber, halfen jedoch mit ihren speziellen Fähigkeiten zunehmend den Guten bei der Arbeit.

So auch im neuen Teil 6. Es geht um den international gesuchten Terroristen Owen Shaw (Luke Evans), der nur noch einen Chip benötigt, um eine neue Superwaffe fertigzustellen. In seinem Team erkennen die Fahnder die für tot geglaubte Letty Ortiz (Michelle Rodriguez), die Ex-Freundin von Dominic Toretto (Vin Diesel). Der Anführer der Spezialeinheit (Dwayne Johnson), die Shaw auf der Spur ist, macht Toretto daher einen Vorschlag: Er und seine Leute, darunter natürlich auch wieder Paul Walker in der Rolle von Brian O’Connor, helfen ihnen bei der Jagd auf Shaw, dafür bekommen sie sämtliche Informationen zu Letty, außerdem werden ihnen alle ihre Strafen erlassen. Deal.

Spätestens wenn Dwayne "The Rock" Johnson auftritt weiß man, dass der neue "Fast & Furious" nicht mehr ganz ernst gemeint ist. Alles ist eine Spur übertrieben, die testosterongetränkten Dialoge ("Lassen Sie mich mit ihm allein." "Also gut, Sie haben fünf Minuten." "Ich brauch nur zwei."), das harte Klacken der einrastenden Gänge, die aus wilden Perspektiven gedrehten Verfolgungsjagden und die sich überschlagenden Autos. Aber: Es funktioniert, der Film macht wirklich Spaß. Dass es bereits nach wenigen Minuten vollkommen egal ist, aus welchem Grund die Bösen verfolgt werden, tut der Sache keinen Abbruch.

Interessant ist, dass dieses Mal sehr viel stärker die Gruppe im Mittelpunkt steht. Denn der supercoole Vin Diesel, in der Vergangenheit schon allein wegen seiner körperlichen Ausstrahlung der unangefochtene Anführer, hat mittlerweile nicht nur ein Doppelkinn, sondern deutlich erkennbar auch eine kräftige Fettschicht auf seinen ehemals durchtrainierten Körper gepackt und nicht nur deshalb an Autorität verloren. Die Hierarchien sind dadurch flacher geworden, die Zusammenarbeit von kleinen Teams bestimmt das Geschehen.

Es lohnt sich übrigens, nach der letzten Abblende noch kurz sitzenzubleiben und die echte Schlussszene abzuwarten. Denn sie liefert eine Vorschau auf Teil 7, in dem ein Mann auftritt, der vielleicht noch mehr als Vin Diesel seinen Leinwandruhm als Fahrer schneller Autos begründet hat, und nach diesem nur wenige Sekunden dauernden Auftritt ist sofort klar, dass er in diese Reihe reinpasst wie ein Holley-Vergaser in einen 68er Ford Mustang.

"Fast & Furious 6" in der IMDB

Der deutsche Trailer:

Bearbeitet: Freitag 24 Mai 2013 11:51

Filmkritik: "Der große Gatsby"

Geschrieben am Freitag 24 Mai 2013 um 0:21 von Roland Freist

Im Bilderrausch

"Der große Gatsby" gilt als einer der größten amerikanischen Romane des 20. Jahrhunderts, er handelt vom Kampf zwischen altem und neuem Geldadel, es geht um Verbrechen und Moral, um die exzessive Lebenslust vor Ausbruch der Wirtschaftskrise und nicht zuletzt um eine große Liebesgeschichte. F. Scott Fitzgerald beschreibt in dem Buch seine Sicht auf die amerikanische Gesellschaft und stellt dem Leser als typischen Vertreter jener Jahre Jay Gatsby vor, einen Aufsteiger aus einfachen Verhältnissen, der es mit zwielichtigen Geschäften innerhalb weniger Jahre zu einem gigantischen Vermögen gebracht hat. Der Film von Baz Luhrmann ("Moulin Rouge") mit Leonardo DiCaprio als Gatsby hält sich eng an die literarische Vorlage und blendet von Zeit zu Zeit sogar Zitate aus dem Text ein.

Erzähler der Geschichte ist der erfolglose Schriftsteller Nick Carraway (Tobey Maguire), der seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Aktien an der Wall Street verdient. Er will von dem Börsenfieber profitieren, das das gesamte Land erfasst hat. Voller Optimismus hat er ein kleines Haus auf Long Island gemietet, wo die High Society von New York ihre Sommerresidenzen hat. Eine dieser Familien ist die von Tom Buchanan (Joel Edgerton), ehemals der reichste Junggeselle Amerikas, der vor einigen Jahren Nicks Cousine Daisy (Carey Mulligan) geheiratet hat, was Nick von Zeit zu Zeit eine Einladung zum Essen einbringt. Tom ist ein Rüpel, der seine Frau in New York mit Prostituierten betrügt und jeden Menschen in seiner Nähe mit seinem ungehobelten Benehmen vergrätzt, und man fragt sich, wieso sich eine Frau wie Daisy mit so einem Typen eingelassen hat.

Das fragt sich auch Jay Gatsby, der sich ein riesiges Anwesen direkt gegenüber dem Haus der Buchanans gekauft hat und dort zum Nachbarn von Nick wurde. Er feiert jedes Wochenende ausschweifende Parties, zu denen jeder kommt, der in New York hip ist. Es wird getanzt, gesoffen und geliebt als gäbe es kein Morgen. Als Nick eines Tages zu einem dieser Feste eingeladen wird, stellt Gatsby sich ihm vor, und Nick erfährt nach und nach, dass Daisy die Jugendliebe dieses Mannes war. Gatsby entwickelt den Plan, dass Nick seine Cousine zum Tee einladen und er bei dieser Gelegenheit wie zufällig bei seinem Nachbarn auftauchen könnte. Das funktioniert auch, und Jay Gatsby und Daisy verlieben sich erneut.

Das Buch hat mir vor allem wegen seiner Stimmung gefallen. Es bezieht seine Spannung aus dem Kontrast zwischen den exzessiven Feiern und der allgemeinen Gier auf Geld auf der einen Seite und der Melancholie beim Ich-Erzähler Nick auf der anderen. Für mich war das immer die Würze, die diese Geschichte zu etwas Besonderem machte. Im Film ist davon nichts mehr zu spüren. Baz Luhrmann präsentiert stattdessen die Feste im Haus von Gatsby als eine Orgie aus Menschen, Kostümen, Farben und wilden Tänzen, dazu laufen Hiphop-Songs von Jay Z und Kanye West, die mit Klängen des Bryan Ferry Orchestras zu einer Musik im Charleston-Stil der 20er Jahre zusammengemixt wurden. Alles ist völlig überdreht, ein wilder 3D-Rausch voller Rhythmus und Champagner, der an jeder Stelle immer noch eins draufsetzt. Es ist immer noch die von Nick Carraway erzählte Geschichte seiner Zeit mit Jay Gatsby, doch es wirkt, als hätten sich die Bilder selbstständig gemacht, als klafften Bild und Text auseinander. Die Bilder sind brillant, und auch ich muss zugeben, dass dies einer der wenigen Filme ist, bei denen die 3D-Aufbereitung noch einmal eine zusätzliche Ebene schafft. Doch sie passen nicht zur Story. Und selbst im zweiten Teil, when the party is over und sich die Liebesgeschichte entwickelt, begleitet von Lana del Reys trauriger Alt-Stimme, wirkt der Film vor allem in sich selbst verliebt.

Auch die Schauspieler kommen gegen diesen Rauschzustand nicht an. Am ehesten noch DiCaprio, der am Anfang unsicher wirkt, sich allerdings im Fortlauf der Handlung bei seiner Darstellung des Jay Gatsby immer weiter steigert. Carey Mulligan, die in "Drive" sehr gut war, und Tobey Maguire, einer meiner Favoriten in der jüngeren Schauspieler-Generation, gelingt es gerade noch so, dieser alles mitreißenden Bilderflut wenigstens ein Stück weit zu widerstehen und ihren Figuren ein klein wenig Eigenleben zu geben.

Was der Roman an Stimmung bot, ersetzt der Film durch einen Bilderrausch. Es ist ein guter Rausch, einer von der Art, bei der man wild feiert und trotzdem am nächsten Morgen keine Kopfschmerzen hat. Doch im Rückblick lässt er die Erlebnisse der letzten Nacht unecht und künstlich erscheinen.

"Der große Gatsby" in der IMDB

Der deutsche Trailer:

Bearbeitet: Freitag 24 Mai 2013 11:28

Filmkritik: "Star Trek Into Darkness"

Geschrieben am Donnerstag 09 Mai 2013 um 22:28 von Roland Freist

Der Zorn des Khan

Eins muss man J. J. Abrams lassen – er weiß, wie man CGI-Szenen eindrucksvoll inszeniert. "Star Trek Into Darkness" gibt den SF-Fans das, was sie haben wollen: Im nachtschwarzen All langsam umeinander kreisende Schiffe, verwundet von Geschütztreffern, überall schwebende Trümmerteile, dazwischen mächtige Explosionen. Im Inneren gigantische Maschinenräume, hoch wie eine Saturn-V-Rakete, weiße Hightech-Kommandostände und Protagonisten, die sich entweder mit Phasern beschießen oder in archaische Faustkämpfe verwickelt sind, alles getragen von einem mächtigen musikalischen Leitmotiv. Der zweite "Star Trek"-Film unter der Regie von Abrams leidet unter Schwächen bei der Story, doch das Ambiente macht vieles wieder wett.

Es geht um einen bleichgesichtigen Bösewicht namens Khan, überzeugend gespielt von Benedict "Sherlock" Cumberbatch. Er verübt kurz hintereinander zwei Anschläge auf Einrichtungen der Sternenflotte, offenbar ist es sein Ziel, die Führungsriege der Flotte auszuschalten. Anschließend setzt er sich mithilfe eines tragbaren Transporters nach Kronos ab, dem Heimatplaneten der Klingonen, mit denen es in letzter Zeit immer mal wieder Streit gegeben hatte. Die Enterprise bekommt von Admiral Marcus (Peter "Robocop" Weller) den Auftrag, Khan auf Kronos aufzuspüren und zu töten. Da Kirk (Chris Pine) bei der Admiralität mal wieder in Ungnade gefallen ist, darf er lediglich als erster Offizier dabei sein, das Kommando hat sein väterlicher Freund Christopher Pike (Bruce Greenwood). Anders als Khan besitzt das Schiff keinen tragbaren Transporter und muss daher die ganze Strecke per WARP-Antrieb zurücklegen.

Kurz vor dem Ziel macht dann allerdings der Motor schlapp, und es rächt sich, dass die Enterprise ihren üblichen Maschinisten Scotty (Simon Pegg) nicht mitgenommen hat, der einen Spezialauftrag bekommen hat. Dafür ist als neues Besatzungsmitglied der Wissenschaftsoffizier Dr. Carol Marcus (Alice Eve) mit von der Partie, eine schöne, blonde Frau, von der keiner so recht weiß, was sie auf der Enterprise eigentlich will, vor allem, da mit Mr. Spock (Zachary Quinto) bereits ein Wissenschaftsoffizier an Bord ist. Angeblich soll sie sich als Waffenexpertin mit den geheimnisvollen, neu entwickelten Torpedos auskennen. Später stellt sich dann heraus, dass sie von der Technik der Torpedos keine Ahnung hat, was allerdings, zumindest in den Augen von Kirk, ausgeglichen wird durch eine Szene, in der sie aus nicht nachvollziehbaren Gründen ihr Oberteil ablegt, was bei Spock zugegebenermaßen weniger spektakulär ausgesehen hätte. Immerhin kann sie einen versehentlich aktivierten Torpedo dann dennoch entschärfen, wobei sich herausstellt, dass die Waffen keinen Sprengstoff, sondern etwas ganz anderes als Nutzlast tragen, was sie später allerdings nicht daran hindert, mit mächtigem Bums zu explodieren. Ab hier wird die Story jedoch etwas unübersichtlich, dabei sind wir gerade einmal in der Mitte des Films angekommen.

Die verworrene Handlung lässt die Spannung nach einem vielversprechenden Anfang während der zweiten Hälfte deutlich abfallen, zudem weist der Film in seinem zweiten Akt einige Längen auf. Auch der erste "Star Trek" von Abrams war in seiner Handlung mit all den Zeitsprüngen und neuen Zeitlinien schwierig nachzuvollziehen, ergab aber insgesamt noch einen Sinn. Bei "Into Darkness" hingegen tauchen an mehreren Stellen schwarze Löcher auf, groß genug, um den ganzen Film zu verschlingen. Die actiongeladene, gut bebilderte Inszenierung steuert jedoch genauso souverän um sie herum wie Mr. Sulu durch ein Asteroidenfeld. In diesem Fall lässt sich noch nicht einmal gegen den Einsatz der 3D-Technik viel sagen: Sie lässt zwar einige Szenen so dunkel aussehen, als habe man sie im Kartoffelkeller gedreht, wird allerdings zumindest so gekonnt eingesetzt, dass sie die Bilder stilistisch noch einmal etwas aufpeppt. Wäre aber auch ohne gegangen.

Am Schluss stehen der Abschied der Enterprise von der Erde und der Start zu der fünfjährigen, wissenschaftlichen Mission, die einst die Fernsehserie thematisch zusammenhielt. Es wirkt wie ein Versprechen, dass beim nächsten Film alles besser wird.

"Star Trek Into Darkness" in der IMDB

Der deutsche Trailer:

Bearbeitet: Freitag 24 Mai 2013 11:13

Filmkritik: "Iron Man 3"

Geschrieben am Donnerstag 02 Mai 2013 um 21:43 von Roland Freist

Eisenmann ohne Anzug

Der Titel "Iron Man" hatte von Anfang an etwas Ironisches. Denn tatsächlich war die Hauptperson dieser Geschichten ja kein Eisenmann, sondern ein Krüppel, der auf eine künstliche Energiequelle angewiesen war, und sich einfach nur in einen stählernen Kampfanzug gezwängt hatte. In diesem dritten Teil der Reihe hat Tony Stark, natürlich wieder gespielt von Robert Downey Jr.,die meiste Zeit noch nicht einmal einen dieser Anzüge an, sondern ist gezwungen, dem Bösen ohne Schutz zu begegnen.

Dieses Böse tritt diesmal in Gestalt des Mandarin auf (Ben Kingsley), eine Gestalt, die mit ihrem Zottelbart unverkennbar an Osama Bin Laden erinnern soll. Er hat in den USA bereits einige Bombenattentate verübt und meldete sich anschließend immer mit Bin-Laden-typischen Bekennervideos. Worum es ihm geht, bleibt jedoch im Dunkeln.

Zur gleichen Zeit nehmen ein Mann namens Aldrich Killian (Guy Pearce) und seine Mitarbeiterin Maya Hansen (Rebecca Hall) Kontakt mit Tony Stark und seiner Verlobten Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) auf. Sie haben eine Methode entwickelt, wie sich organische Lebewesen in Sekundenschnelle regenerieren können – Wunden schließen sich von selbst, abgetrennte Gliedmaßen wachsen wieder nach. Außerdem können sie ihre Körpertemperatur so erhöhen, dass sie sogar Stahl zum Schmelzen bringen, allerdings ohne dass dabei aus ihrer Unterwäsche auch nur ein einziges Rauchwölkchen aufsteigen würde. Ein Wunder! Dazu ist lediglich eine einmalige Injektion erforderlich. Doch leider ist die Methode noch nicht ganz ausgereift, hinzu kommt, dass die Beiden gegenüber Stark und Potts nicht ehrlich sind, was ihre wahren Absichten angeht.

In den ersten beiden Filmen war Tony Stark der coole, selbstironische Aufschneider, dem man jedoch immer ansah, dass ihn die Probleme mit der Energiequelle in seiner Brust mehr Angst machten, als er sich und seiner Umgebung eingestehen wollte. Das verlieh dem Charakter eine psychologische Tiefe und machte ihn interessanter als die meisten seiner Superhelden-Kollegen. In "Iron Man 3" ist davon nicht mehr viel übrig. Die Energiequelle findet keine weitere Erwähnung mehr, der Unterton der Existenzangst, der immer mitschwang, ist verschwunden. Wohl um das auszugleichen, haben die Drehbuchautoren Stark nun Schlafprobleme und von Zeit zu Zeit Panikattacken angedichtet.

Vielleicht hängt es damit zusammen, dass der Regisseur gewechselt hat. Jon Favreau, der Nummer 1 und 2 gedreht hatte, hat abgegeben an Shane Black, dessen einzige Regiearbeit bislang "Kiss Kiss Bang Bang" war, ein Film von mittlerer Qualität. Es ist ein wenig so wie der Wechsel von Tim Burton zu Joel Schumacher bei den "Batman"-Filmen aus den 90er Jahren: Plötzlich war die düstere Grundstimmung verschwunden, und die Reihe geriet zum grellbunten Popcorn-Kino. Ganz so schlimm ist es diesmal nicht, die Handschrift von Favreau ist immer noch spürbar (er spielt auch selber wieder mit als Pepper Potts Leibwächter Happy Hogan). Doch man merkt den Unterschied.

"Iron Man 3" ist kein schlechter Film. Er hat einige durchaus witzige Momente, und natürlich sind die Action-Szenen brillant inszeniert – der Angriff auf Starks Villa, im Trailer zu sehen, und ein Rettungseinsatz im freien Fall über Florida. Manchmal kommt sogar so etwas wie Spannung auf. Die Rollen sind besser besetzt, als es eigentlich notwendig wäre – neben den bereits Genannten tritt auch noch Don Cheadle als Starks alter Kumpel Colonel Rhodes auf, außerdem sind William Sadler als amerikanischer Präsident und Miguel Ferrer als Vizepräsident zu sehen. Aber auch die ausgezeichneten Schauspieler können den Verlust an Substanz nicht wettmachen.

Der neue "Iron Man" kommt in 3D auf die Leinwand. Das bringt wie so oft einen Punktabzug, denn die 3D-Brille sorgt dafür, dass bei vielen dunklen Szenen kaum noch etwas zu erkennen ist. Auf der anderen Seite bietet der Film keine einzige Einstellung, in der die 3D-Ansicht den Bildern einen besonderen Effekt hinzufügen würde.

"Iron Man 3" in der IMDB

Der deutsche Trailer:

Die Drei-Punkt-Landung

Geschrieben am Dienstag 30 April 2013 um 10:57 von Roland Freist

Wenn in dieser Woche der dritte Teil von "Iron Man" in die Kinos kommt, wird man sie mit Sicherheit wieder sehen: die Drei-Punkt-Landung des Helden. Nach einem Sprung oder einer Flugshow erreicht er den Boden auf beiden Füßen und stützt sich vornübergebeugt vorzugsweise mit der rechten Hand ab, während der linke Arm nach hinten gestreckt wird. Anschließend hebt er den zunächst gesenkten Kopf und schaut seinem Gegenüber direkt in die Augen. Einige schöne Beispiele zeigt dieses Video:

Filmkritik: "Mama"

Geschrieben am Samstag 20 April 2013 um 17:23 von Roland Freist

Mutti kommt zu Besuch

Schade. "Mama" ist über vier Fünftel der Zeit hinweg ein gut funktionierender, altmodischer Horrorfilm, mit einem bösen Geist, zwei Kindern, mit denen er kommuniziert, alten, verwinkelten Häusern, einem düsteren Geheimnis, Wahnsinn und Psychiatrie. Doch das letzte Fünftel, die letzten 15 bis 20 Minuten, verdirbt alles. Die ganze wohlige, gruselige Stimmung ist weg, man kommt etwas enttäuscht aus dem Kino und schläft anschließend viel zu gut.

Zu Anfang sieht man einen Mann namens Jeffrey (Nicolaj Coster-Waldau, "Game of Thrones"), der innerlich völlig aufgewühlt seine beiden kleinen Töchter (ein und drei Jahre alt) abholt und mit ihnen in die Wildnis fährt. Er hat gerade seinen Geschäftspartner und seine Frau umgebracht und ist jetzt auf der Flucht. Nachdem ihr Wagen von der Straße abgekommen ist, stoßen die drei auf eine alte, leere Hütte im Wald. Dort will der Mann zunächst die beiden Mädchen und anschließend sich selbst erschießen. Doch wutsch – plötzlich zeigt sich, dass die Hütte doch nicht so verlassen war, wie es anfangs aussah. Anschließend ist Jeffrey tot, und seine beiden Töchter bleiben zusammen mit Was-auch-immer im Wald zurück.

Fünf Jahre später werden die Mädchen gefunden. Sie sind völlig verwildert, verdreckt, sie haben das Sprechen verlernt und laufen auf allen Vieren. Man bringt sie in eine Klinik, wo sich ein Psychiater (Daniel Cash) um sie kümmert. Einige Monate später werden sie ihrem Onkel Lucas übergeben, Jeffreys Bruder, ebenfalls gespielt von Nicolaj Coster-Waldau. Er lebt mit der Rock-Bassistin Annabel (Jessica Chastain) zusammen, Kinder hatten sie bislang keine. Doch die beiden Mädchen werden von jemandem begleitet, den sie "Mama" nennen, der sich aber zunächst nur ihnen zeigt. Und in dieser Patchwork-Familie kommt es dann auch bald zu ernsthaften Konflikten.

Der Film macht vieles richtig. Der Geist ist zu Anfang niemals komplett zu sehen, man kann seine Gestalt anhand von Schattenwürfe etc. nur erahnen (als die Figur dann zum ersten Mal in voller Größe studiert werden kann, lässt die Spannung denn auch prompt deutlich nach). Die Bilder sind sorgfältig arrangiert – sie zeigen immer wieder, dass da noch jemand oder etwas im Haus ist, ohne dass es selbst in Erscheinung tritt. Es gibt viele "Huch!"-Momente, in denen eine blitzschnelle Bewegung den Zuschauer zusammenzucken lässt. Und mit Jessica Chastain ("The Help", "Zero Dark Thirty") hat der Film eine ausgezeichnete Hauptdarstellerin, die so wandlungsfähig ist, dass man ihr den Rollentausch von der Rockerbraut zur liebenden Mutter ohne weiteres abnimmt. Doch das kitschige, völlig übertriebene Ende verdirbt dann alles. Es sieht so aus, als habe Regisseur Andrés Muschietti keine Idee gehabt, wie er der Geschichte ein würdiges Ende geben könnte. Und so entringt sich einem zum Schluss ein tiefer Seufzer, und man verlässt das Kino, noch bevor der Abspann komplett durchgelaufen ist.

"Mama" in der IMDB

Der deutsche Trailer:

Filmkritik: "Oblivion"

Geschrieben am Donnerstag 11 April 2013 um 23:30 von Roland Freist

Tom Cruise räumt die Erde auf

Alles nur geklaut – so hieß einmal ein Hit von den Prinzen. Es könnte aber auch als Motto über diesem Film stehen. Denn nahezu alle Elemente sind wohlbekannt, aus "WALL-E", "Matrix", "Planet der Affen" oder auch "Independence Day". Das muss nichts Schlechtes sein. Lieber schaue ich mir einen Film an, der gute Ideen respektvoll zitiert, als dass ich mich langweile bei einem Streifen, dessen Handlung und Figuren nicht einmal den Anflug eines Gedankens erkennen lassen. Doch die Versatzstücke von "Oblivion" sind einfach nur effekthascherisch aneinandergereiht.

Es geht um einen Techniker namens Jack (Tom Cruise), der wie einst Pixars WALL-E den Auftrag hat, auf einer weitgehend verwüsteten Erde nach dem Rechten zu sehen und alles in Schuss zu halten. Denn nachdem Aliens die Menschheit angegriffen und die Menschen sich mit Atomwaffen gewehrt hatten, besteht der Planet zu weiten Teilen aus einer trockenen Wüstenlandschaft, mit großen, radioaktiv verseuchten Gebieten. Doch immerhin haben die Menschen gewonnen, allerdings zum Preis eines weitgehend unbewohnbaren Heimatplaneten. Bereits seit vielen Jahren läuft die Vorbereitung für die Emigration zum Saturn-Mond Titan. Der Erden-Mond war von den Angreifern im Zuge der Kriegshandlungen zerstört worden.

Jacks Aufgabe ist es, die riesigen Maschinen zu schützen, die nach und nach das Wasser aus den Weltmeeren saugen, um daraus Energie für die neue Heimat zu gewinnen. Sie werden bedroht von versprengten Gruppen der Aliens, die den Krieg überlebt haben und nicht ohne Grund Plünderer genannt werden. Meist sieht man sie nur als schattenhafte Gestalten vorüberhuschen. Nur hin und wieder richten sie sich auf, und man kann einen Helm erkennen, der sie aussehen lässt wie eine Kreuzung aus einem Predator und Darth Vader. Sie werden in Schach gehalten von einigen weitgehend automatisch arbeitenden Drohnen, einer Art fliegenden Kugeln mit hoher Feuerkraft.

Ganz allein ist Jack allerdings nicht. In seiner Basis, einem hoch über den Wolken fliegenden, futuristischen Gebäude lebt er mit Victoria (Andrea Riseborough) zusammen, die in der Hierarchie über ihm steht und ihm seine Aufträge gibt, gleichzeitig jedoch seine Freundin ist. Sie wiederum steht in Kontakt mit Sally (Melissa Leo), die in der zentralen menschlichen Siedlung, einer fliegenden, auf dem Kopf stehenden Pyramide, die Arbeiten überwacht. Eines Tages beobachten Jack und Victoria den Absturz eines Raumschiffs. Als er die Trümmer erreicht, findet er in einer Überlebenskapsel Julia (Olga Kurylenko. "Ein Quantum Trost"), die 60 Jahre im Tiefschlaf zugebracht hat. Gemeinsam mit ihr beginnt Jack, den Rätseln rund um den Krieg gegen die Plünderer auf den Grund zu gehen.

"Oblivion" erfüllt viele der Voraussetzungen für einen guten, klassischen Science-Fiction-Film. Es gibt geheimnisvolle Aliens, Hightech-Fluggeräte, staubige Landschaften, böse Roboter und eine Story, die auf den ersten Blick gar nicht so verkehrt ist. Doch was Regisseur Joseph Kosinski ("Tron Legacy") aus dem Stoff gemacht hat, verströmt über weite Strecken pure Langeweile. Spätestens ab der Mitte des Films möchte man nur noch wissen, wie’s ausgeht, und das möglichst schnell, damit man das Kino endlich verlassen kann. Doch dann geht es noch einmal eine ganze Stunde weiter – die Laufzeit beträgt geschlagene 126 Minuten. Die Handlung schleppt sich quälend langsam dahin und droht immer wieder, in den ausgedehnten Wüstenlandschaften zu versanden. Hinzu kommt ein grundlegender Konstruktionsfehler der Story: Je länger der Film vor sich hin döst, desto mehr Charaktere tauchen auf, darunter beispielsweise Morgan Freeman als Chef einer Untergrund-Bewegung. Doch nun ist die Zeit viel zu knapp, als dass der Zuschauer noch Gelegenheit hätte, diese Menschen kennenzulernen. Und so sind sie einem denn auch ziemlich egal.

Wie anfangs bereits erwähnt, hat Kosinski überall geklaut, und zwar sowohl bei der Story wie auch bei den Bildern. Die Antriebe der Raumschiffe etwa hat er aus "Matrix" übernommen, die dreieckigen Formen der Zentrale aus "Independence Day", die aus dem Sand ragenden Artefakte von New York aus "Planet der Affen". Dieses schamlose Kopieren ist umso verwunderlicher, da Kosinski auch für die literarische Vorlage für "Oblivion" verantwortlich ist, eine gleichnamige Graphic Novel, die Mitte des letzten Jahrzehnts herauskam. Das lässt nur den Schluss zu, dass er sich bereits dort, vielleicht mangels eigener Ideen, bei den filmischen Vorbildern bedient hat.

"Oblivion" war mit Sicherheit nicht billig. Tom Cruise allein dürfte bereits einen zweistelligen Millionenbetrag gekostet haben, und die Special Effects sind, wenn schon nicht originell, so doch wenigstens sauber ausgearbeitet. Vielleicht liegt es daran, dass man dem Autor der Comic-Vorlage auch die Regie anvertraut hat, so dass eine Kontrollinstanz fehlte, die einige Fehler hätte ausbügeln können. Insgesamt bleibt der Eindruck, dass die Chance vertan wurde, einen zwar nicht bahnbrechenden, aber doch wenigstens annehmbaren Film zu drehen.

"Oblivion" in der IMDB

Der deutsche Trailer:

Bearbeitet: Montag 15 April 2013 17:47

Filmkritik: "Dead Man Down"

Geschrieben am Donnerstag 04 April 2013 um 23:30 von Roland Freist

Die Rache der Entmieteten

Die ungarische Armee muss ein Ausbildungsniveau haben, dass ein Dutzend Soldaten ausreichen dürften, um einen Krieg zu gewinnen. Das ging mir durch den Kopf, während ich "Dead Man Down" sah. Denn der Protagonist dieses Streifens, der von Colin Farrell gespielte Victor, beherrscht den Umgang mit Revolvern, Sturmgewehren, Sprengsätzen und Handgranaten so gut, dass er reihenweise böse Jungs erschießen kann, ohne selbst auch nur eine Schramme abzubekommen. Und als ihn seine Verbündete, eine Frau namens Beatrice (Noomi Rapace) fragt, wo er das denn gelernt habe, erklärt er ihr knapp, er sei bei der ungarischen Armee gewesen. Im Hauptberuf ist Victor ansonsten Ingenieur. Und das Gespräch über seine Kampfkünste ist leider nicht die einzige Stelle, an der man während dieses Films hängenbleibt. Produzent und Drehbuchautor J. H. Wyman hat in den vergangenen Jahren die Mysterie-Serie "Fringe" produziert und teilweise auch geschrieben. Und genauso wie bei dieser Serie gibt es auch bei "Dead Man Down" etliche Momente, in denen man ins Grübeln gerät.

Immerhin ist Victor gebürtiger Ungar, damit ist zumindest die Ausbildung bei der ungarischen Armee erklärt. Vor einigen Jahren wanderte er mit Frau und Kind in die USA aus. Bei einer Entmietungsaktion der rüden Art wurde seine Tochter von einem Schlägertrupp des Hausbesitzers getötet, später ermordeten die gleichen Männer auch seine Frau und richteten Victor so zu, dass sie ihn für tot hielten. War er aber nicht, und nun will er Rache nehmen. Dazu hat er sich in die Bande des Hausbesitzers eingeschlichen, eines Mannes namens Alphonse (Terrence Howard). Nun beginnt er mit der Unterstützung seines Schwiegervaters (F. Murray Abraham), die Männer einen nach dem anderen zu erledigen. Eines Tages wird er dabei von seiner Nachbarin, der bereits erwähnten Beatrice, beobachtet und mit dem Handy gefilmt. Sie wurde vor einiger Zeit von einem Betrunkenen angefahren, seither ist ihr Gesicht von Narben übersäht. Der Autofahrer erhielt jedoch lediglich eine kurze Haftstrafe von drei Wochen. Sie will Rache und erpresst nun Victor mit ihrem Film. Er soll für sie den Fahrer ermorden, anderenfalls will sie mit dem Video zur Polizei gehen.

Fragen tauchen auf: Wie kann es sein, dass sich niemand mehr an Victor erinnert, den renitenten Mieter, den man monatelang aus dem Haus vertreiben wollte? Wieso kam der Gangster in Victors Wohnung und wieso brachte er ihn ausgerechnet dort und noch dazu am Fenster um, so dass Beatrice alles gut sehen konnte? Und wieso betreibt er einen solchen Aufwand, um die Gangster zu ermorden? Er schickt ihnen Teile eines Puzzles, das zum Schluss ein Foto von ihm und seiner Familie ergibt. Ein solches Verhalten passt eher zu soziopathischen Serienkillern. Je länger man über solche Fragen nachdenkt, desto weniger gefällt einem dieser Film. Und wenn man sich dann dem Sog von Handlung und Bildern erst einmal entzogen hat, fällt einem auch auf, dass die Dialoge zum Schluss hin das Niveau eines Grundschul-Lesebuchs erreichen.

Dabei sind einige Sachen recht gut gelungen. Der dänische Regisseur Niels Arden Oplev hatte vor einigen Jahren die Millennium-Trilogie von Stieg Larsson verfilmt, die stark darunter litt, dass etliche der Schauspieler kein internationales Niveau aufwiesen. Noomi Rapace, die Darstellerin der Lisbeth Salander, machte da allerdings eine Ausnahme und konnte sich seither auch in Hollywood etablieren. In "Dead Man Down" zeigt sie ein weiteres Mal, wie wandlungsfähig sie ist – ihre Beatrice ist ein völlig anderer Charakter als die freakige Lisbeth und wesentlich unsicherer und verängstigter als ihre Elizabeth Shaw aus "Prometheus". Um sie herum tauchen etliche Gesichter auf, die vielleicht nicht zu den ganz großen amerikanischen Charakterdarstellern gehören, die jedoch gut und professionell ihren Job erledigen.

Der Film ist in düsteren Farben gehalten, selten sah New York so unattraktiv aus wie hier. Es gibt einige originelle, effektvolle Kameraeinstellungen, die Gesichter sind oft von eindrucksvollen Halbschatten verdeckt. Und bei den Actionszenen können die Stunt- und Kameraleute mal wieder ihr ganzes Hollywood-Können ausspielen. Doch außer der düsteren Stimmung und einigen guten darstellerischen Leistungen bleibt von "Dead Man Down" kaum etwas zurück. Als der Film vorbei war und das Licht wieder anging, stand einige Reihen weiter eine Dreiergruppe auf, schweigend, bis dann der einzige Kommentar kam: "Naja."

"Dead Man Down" in der IMDB

Der deutsche Trailer:

Bearbeitet: Freitag 05 April 2013 9:36

Everybody wants to kill Bruce

Geschrieben am Mittwoch 27 März 2013 um 11:37 von Roland Freist

Der folgende Kurzfilm ist eine Montage aus 39 Spielfilmen und erzählt die Geschichte einer Jagd auf Bruce Willis. Regisseur und Cutter Pierre-Alexandre Chauvat hat vor allem die "Stirb langsam"-Reihe ausgeschlachtet, darüber hinaus aber auch etliche Titel verwendet, in denen Willis nicht zur Besetzung gehörte, wie etwa Tarantinos "Death Proof", "Scarface", "The Dark Knight" oder "Heat". Das ausgezeichnete Soundediting hat Sylvain Denis besorgt, die Namen der verwendeten Filme und Musikstücke stehen im Abspann. Und los geht's:

Bearbeitet: Mittwoch 27 März 2013 11:54

Egoshooter als Musikvideo

Geschrieben am Mittwoch 20 März 2013 um 17:59 von Roland Freist

Die russische Post-Punk-Band Biting Elbows präsentiert ihr Musikvideo zu "Bad Motherfucker" im Stil eines Egoshooter-Spiels mit realen Personen. Der rund fünf Minuten lange Kurzfilm wurde gedreht von einem Sergey Valyaev, der laut IMDB bisher nur bei einigen TV-Produktionen als Drehbuchschreiber mitgewirkt hat. Vorsicht, der Film ist äußerst blutig und gewalttätig.

Der Clip ist die Fortsetzung von "The Stampede", das Biting Elbows 2011 veröffentlicht hat und eine Art Vorgeschichte erzählt:

Bearbeitet: Mittwoch 20 März 2013 18:20

Filmkritik: "Hitchcock"

Geschrieben am Donnerstag 14 März 2013 um 23:39 von Roland Freist

Psychokrieg im Hause Hitchcock

Auf diese Idee muss man erst einmal kommen: die Geschichte eines Horrorfilms zu erzählen wie eine Beziehungskomödie. Dabei weckt der Titel "Hitchcock" die Erwartung, dass es in erster Linie um die Geschichte des berühmten Regisseurs geht. Doch das ist nicht einmal zur Hälfte richtig. Denn zum einen spielt Hitchcocks Frau eine genauso große Rolle. Zum anderen dreht sich die Handlung zumindest vordergründig in erster Linie um die Produktion von "Psycho", einen der bekanntesten Filme des Meisters.

Als die Geschichte beginnt, hat Alfred Hitchcock (Anthony Hopkins) gerade "Der unsichtbare Dritte" beendet, und es wird ein Riesenerfolg. Er sucht nach einer neuen Herausforderung und wird fündig bei dem Horrorroman "Psycho". Doch Paramount will ihm für diesen Stoff kein Geld geben. So beschließt er kurzerhand, den Film mit seinem geschätzten Budget von 800000 Dollar selbst zu finanzieren, und setzt als Sicherheit sein Haus ein. Seine Frau Alma Reville (Helen Mirren) ist nicht begeistert, kann aber nichts mehr machen. Die Dreharbeiten beginnen, und da dieses Mal seine eigene finanzielle Existenz auf dem Spiel steht, verspürt Hitchcock einen besonders starken Druck auf sich lasten. Genau in dieser Zeit ist seine Frau, die als Ratgeber und Cutter eine äußerst wichtige Rolle für seine Arbeit spielt, oft tagelang nicht am Set. Sie trifft sich stattdessen mit dem Autor Whitfield Cook (Danny Huston), um ihm bei einem Drehbuch zu helfen. Und obwohl es nicht ausgesprochen wird, wird doch deutlich, dass ihr sein ständiges Umgarnen von kühlen, blonden Frauen wie etwa der "Psycho"-Hauptdarstellerin Janet Leigh (Scarlett Johansson) unglaublich auf den Geist geht. Sie ist froh, mit jemandem wie Cook den Tag verbringen zu können, der ihr mit seinen Avancen schmeichelt.

Hitchcock wirkt in diesem Film ein wenig wie der von Bluthochdruck geplagte Sir Wilfrid Robarts aus "Zeugin der Anklage", der ständig versucht, an einen guten Schluck Cognac zu kommen. Mit einem Fat Suit und viel Latex ums Kinn haben die Maskenbildner Anthony Hopkins eine Statur gegeben, die der von Charles Laughton nicht unähnlich ist, zudem leidet Hitchcock unter ähnlichen Gesundheitsproblemen wie der Rechtsanwalt. Hopkins ist ein großer Schauspieler, und es gelingt ihm, den britischen Regisseur in seiner ganzen Gestik und im Auftreten perfekt nachzuahmen. Und es war eine kluge Entscheidung von Regisseur Sacha Gervasi, ihm Helen Mirren als weibliche Hauptdarstellerin entgegenzusetzen. Mit ihrer Souveränität und Ausstrahlung kann sie Hopkins glaubwürdig Kontra geben. Der trockene, britische Humor der Dialoge sorgt schließlich für die heitere Grundstimmung der Geschichte.

Doch so gut die Gags auch funktionieren: Man hätte gerne lieber etwas mehr über die Entstehung von "Psycho" erfahren. Zwar lernt man beispielsweise einiges darüber, wie etwa die Duschszene zustande gekommen ist. Doch so, wie der Film es interpretiert, ist sie auch oder vielleicht sogar vor allem Ausdruck der Ehekrise bei den Hitchcocks. Des Weiteren thematisiert "Hitchcock" den Voyeurismus des Regisseurs, dem er sowohl in seinen Werken wie auch privat ganz unverhohlen nachgab. Doch "Psycho" nur mit den Obsessionen des Regisseurs zu erklären, ist letztlich unbefriedigend.

"Hitchcock" lässt einen letztlich zwiegespalten zurück. Er erzählt eine überzeugende Geschichte, hat viele witzige Momente, tolle Schauspieler – zu nennen sind beispielsweise noch Toni Collette als Hitchcocks Assistentin Peggy Robertson und Michael Stuhlbarg als sein Agent Lew Wasserman –, den beiden Hauptdarstellern macht die gemeinsame Arbeit sichtlich Spaß, und alles geschieht vor dem Hintergrund der Dreharbeiten zu einem der berühmtesten Werke der Filmgeschichte. Doch vielleicht ist das alles einfach etwas zu viel. Dies ist kein schlechter Film, aber der Funke will einfach nicht überspringen.

"Hitchcock" in der IMDB

Der deutsche Trailer:

Bearbeitet: Freitag 15 März 2013 0:40

Breaking the 4th Wall

Geschrieben am Freitag 08 März 2013 um 17:02 von Roland Freist

Der Begriff der vierten Wand stammt vom Theater, wo man sich zusätzlich zu den drei physischen Wänden der Bühne eine vierte vorstellte, die den Bühnen- vom Zuschauerraum trennt. Bereits seit den Zeiten des Stummfilms ist es beim Film ein beliebtes Stilmittel, diese vierte Wand quasi zu durchbrechen und mit dem Kinopublikum entweder Augenkontakt aufzunehmen oder es sogar direkt anzusprechen. Mir fällt dazu als frühestes Beispiel Oliver Hardy ein, der in den Filmen mit Stan Laurel immer mal wieder gerne desillusioniert oder einfach nur genervt in die Kamera schaute. Der folgende Supercut zeigt jedoch, dass es bereits in "The Great Train Robbery" von 1903 entsprechende Aufnahmen gab.

Der Film wurde zuerst auf der Independent-Site Indiewire im Press Play-Blog als Video Essay veröffentlicht, dort findet man auch einen Begleittext des von mir sehr geschätzten Filmkritikers Matt Zoller Seitz (der vorliegende Text ist ihm allerdings nicht so gut geraten). Als Distributionsplattform wurde Vimeo verwendet, wo der Autor Leigh Singer auch eine Liste der verwendeten Filme eingestellt hat.

Bearbeitet: Freitag 08 März 2013 17:44

Meine Lieblingsfilme 2012

Geschrieben am Samstag 02 März 2013 um 10:16 von Roland Freist

Wie jedes Jahr habe ich in dieser Liste die Filme berücksichtigt, die die Kritierien für eine Oscar-Nominierung erfüllten, also im Jahr 2012 in die amerikanischen Kinos kamen. Es war insgesamt ein gutes Filmjahr, was allerdings weniger auf die kleine Gruppe der Top-Titel zurückzuführen ist, sondern auf die hohe Zahl an guten, sehenswerten Filmen, die in die Kinos kamen.

1. "Argo"

Dieser Film verdient Platz 1, da er einfach in keiner Hinsicht irgendwelche Schwächen aufweist. "Argo" erzählt eine gute Story, ist spannend, witzig, gut fotografiert und beschäftigt eine Reihe von Schauspielern, die ich immer wieder gerne sehe, inklusive John Goodman, Alan Arkin, Victor Garber und Brian Cranston. Regisseur und Hauptdarsteller Ben Affleck hat mit seinem dritten Film endgültig zu einem eigenen Stil gefunden, weniger aufgeregt und dramatisch, als es sonst in Hollywood üblich ist, aber dafür sehr präzise in den Details.

2. "Django Unchained"

Für seinen Spaghetti-Western bekommt Tarantino endlich die Anerkennung und die Besucherzahlen, die er seit langem verdient. Nachdem er mit seinen beiden letzten Filmen unter der Nazi-Führungsspitze und den weißen Sklavenhaltern aufgeräumt hat, bin ich gespannt, wen er sich als nächstes vorknöpft. Wie wär's denn zur Abwechslung mal wieder mit einer einfachen Rache-Geschichte à la "Kill Bill"?

3. "Beasts of the Southern Wild"

Der Film übt mit seinen Bildern, der Hauptdarstellerin und der Musik einen ungeheuren Sog aus und ist dabei so erfolgreich, dass es ihm gelingt, mystische Auerochsen, die Klimaerwärmung und die Darstellung des Lebens in einem sumpfigen Slum miteinander zu verbinden, ohne dass man sich über diese Kombination auch nur einen Moment lang wundert.

4. "Moonrise Kingdom"

Der aktuelle Film von Wes Anderson ist sein bislang bester. Er erzählt eine ganz einfache Geschichte auf eine Art, dass man meint, einen Blick in eine Parallelwelt zu werfen oder der Aufführung einer surrealistischen Augsburger Puppenkiste beizuwohnen.

5. "Prometheus"

Ridley Scotts Science-Fiction-Epos ist Old School, mit vielen Elementen einer traditionellen Space Opera, und gleichzeitig visuell auf dem neuesten Stand. Eine spannende Story und gute Schauspieler haben ihn zum besten SF-Film des Jahres gemacht, auch wenn er als Prequel der "Alien"-Reihe nicht völlig überzeugen kann.

6. "Zero Dark Thirty"

Die Diskussion über die Folterszenen hat überdeckt, wie gut "Zero Dark Thirty" als Film ist. Kathryn Bigelow gelingt es wie schon bei "The Hurt Locker", die Spannung hoch zu halten, ohne dass über weite Strecken sonderlich viel passiert.

7. "Looper"

Ein sehr origineller Beitrag zum Genre der Zeitreisefilme. Auf die Idee, die ewige Schleife aus Ursache und Wirkung auf diese Weise aufzulösen, ist bisher noch niemand gekommen.

8. "Lincoln"

"Lincoln" ist klassisches Holllywood-Breitwand-Kino, ein großes Epos und großes Drama. Steven Spielberg zeigt, wie erfolgreiche Realpolitik funktioniert und welche Mittel manchmal notwendig sind, um ein Ziel zu erreichen. Normalerweise sind das die Filme, die schließlich den Oscar gewinnen. Aber vielleicht sind diese Zeiten langsam vorbei.

9. "Life of Pi"

Was von diesem Film in Erinnerung bleibt, sind vor allem die fantastischen Bilder. Der Kameramann Claudio Miranda und die Special-Effects-Abteilung haben beide völlig zu recht eine Oscar bekommen. Die Story hingegen kann erst durch den Rückblick am Schluss überzeugen.

10. "Skyfall"

Der bislang beste Film mit Daniel Craig und einer der reflektiertesten und intelligentesten Bond-Filme überhaupt. Regisseur Sam Mendes zeigt, wie es mit der Reihe weitergehen kann. Und die Actionszenen lagen natürlich auf dem gewohnt hohen Niveau.

Meine Lieblingsfilme 2011

Meine Lieblingsfilme 2010

Meine Lieblingsfilme 2009

Bearbeitet: Samstag 02 März 2013 10:55

Filmkritik: "The Master"

Geschrieben am Montag 25 Februar 2013 um 17:15 von Roland Freist

Master and Servant

Als letztes Jahr die ersten Ausschnitte von "The Master" präsentiert wurden mit dem geraunten Hinweis, der Film handele von einem Sektengründer, da war sofort klar, was uns die Marketing-Abteilung sagen wollte: Regisseur Paul Thomas Anderson ("Boogie Nights", "There Will Be Blood") hat einen Film über den Scientology-Gründer L. Ron Hubbard gedreht. Ärger lag in der Luft und heizte die Neugierde an. Doch nach Sehen des Films wird vermutlich jeder zustimmen, dass es bei "The Master" a) nicht um L. Ron Hubbard geht und b) noch nicht einmal um die Machenschaften von Scientology und anderen, ähnlich gelagerten Sekten. Kein Wunder, dass Scientology auf den zunächst angekündigten Protest verzichtet hat. Es ist noch einmal ein besonders guter Film geworden.

Er erzählt die Geschichte von Freddie Quell (Joaquin Phoenix), der zu Beginn als Soldat der Marine im Pazifik eingesetzt ist. Doch der zweite Weltkrieg geht zu Ende, und Freddies Entlassung steht kurz bevor. Seine Kameraden und er vergnügen sich am Strand – sie haben aus Sand einen nackten Frauenkörper geformt, und Freddie tut sich hervor, indem er unter dem Gejohle der Männer Geschlechtsverkehr mit ihr simuliert. Kurz darauf sehen wir ihn masturbierend am Wasser stehen, anschließend legt er sich, nun allein am Strand, zu der Sandfrau und umarmt sie. Er ist ein seltsamer und eher unangenehmer Typ.

Während der Überfahrt nach San Francisco wird dann seine große Schwäche offenbar: Freddie ist ein harter Trinker und mischt bedenkenlos Whisky, Wodka und was sonst noch zur Hand ist mit alkoholhaltigen Lösungen wie etwa Farbverdünner oder Fundstücken aus dem Medizinschrank. In einer Szene zapft er einen Torpedo an und verwendet dessen Treibstoff zum Aufpeppen seiner Drinks.

Nachdem er in Kalifornien verschiedene Gelegenheitsjobs aufgenommen und aufgrund seines hitzigen Charakters auch schnell wieder verloren hat, landet er durch Zufall betrunken an Bord eines Schiffes, mit dem Lancaster Dodd (Philip Seymour Hofmann), Gründer und Kopf einer jungen Sekte namens "Der Ursprung", zusammen mit seinen Getreuen auf dem Weg nach New York ist. Dodd findet Gefallen an Freddie, nimmt sich seiner an und beschäftigt ihn als eine Art Diener und Leibwächter. Außerdem versucht er, unterstützt durch seine Frau Peggy (Amy Adams), Freddie den Jähzorn und die Alkoholsucht auszutreiben. Seine Methoden wirken auf den ersten Blick beeindruckend: Er lässt seine Patienten bestimmte Sätze ständig wiederholen oder arbeitet mit Hypnose, um bei ihnen ein Glücksgefühl zu erzeugen. Doch schon bald wird klar, dass Dodd letztlich keine Ahnung hat, was er da macht. Er verlässt sich einfach auf seine Ausstrahlung und improvisiert ansonsten. Das hat auch seine Entourage bereits erkannt: Dodds Sohn Val (Jesse Plemons) erklärt Freddie, dass man während der Reden seines Vaters ohne weiteres ein kurzes Nickerchen machen könne, ohne etwas zu verpassen. Trotzdem bleiben sie alle bei ihm, die Gemeinschaft scheint sie zusammenzuhalten.

Zwei Dinge sind es, die diesen Film auszeichnen: die große schauspielerische Leistung der Hauptpersonen und die Bildregie. Es gab Oscar-Nominierungen für Joaquin Phoenix, Philip Seymour Hofmann und Amy Adams, und vor allem Phoenix spielt sich die Seele aus dem Leib. Und die Landschaftsaufnahmen sind fantastisch. Anderson hat mit dem selten gewählten 65-Millimeter-Format gedreht, was in einigen Einstellungen einen grandiosen Cinemascope-Effekt ergibt.

Doch "The Master" leidet daran, dass er letztlich keine überzeugende Story präsentieren kann. Das liegt zum einen daran, dass sich der Film nicht eindeutig entscheiden kann, ob er von den Anfangsjahren einer amerikanischen Sekte und ihrem charismatischen Gründer erzählen will, oder von einem unbeherrschten Alkoholiker mit schlechtem Benehmen und eingeschränkten geistigen Fähigkeiten, der in die Fänge einer Sekte gerät. Es ist in diesem Zusammenhang auch nicht hilfreich, dass der Film zwar "The Master" heißt, der Meister jedoch tatsächlich nur die Nebenrolle spielt.

Zum anderen wirft der Schluss Fragen auf in der Art, dass man aus dem Kino kommt und sich denkt: Und was sollte das nun alles? Eine kurze Überlegung war, dass man aus diesem Stoff eine gute Komödie hätte machen können – ein Mann, der sich in erster Linie für Alkohol und Sex interessiert, stolpert ins Zentrum einer Sekte, die mit ihren seltsamen Methoden ergebnislos versucht, einen besseren Menschen aus ihm zu machen. Das hätte witzig werden können und Gelegenheit gegeben, einige schöne Seitenhiebe auf den Einsatz von E-Metern und ähnlichem Blödsinn loszuwerden. So aber bleibt der Eindruck, dass hier die Chance für einen wirklich großen Film leider vertan wurde.

"The Master" in der IMDB

Der deutsche Trailer:

Filmkritik: "Warm Bodies"

Geschrieben am Donnerstag 21 Februar 2013 um 22:02 von Roland Freist

Zombie in Love

Als Zombie hat man es nicht leicht. Nicht nur, dass man übel aussieht (Leichenblässe, starrer Blick, dunkle Ränder um die Augen, deutlich sichtbare Hautunreinheiten), hinzu kommen unkoordinierte, langsame Bewegungen und massive Artikulationsschwierigkeiten. Und zu allem Überfluss verströmt man als Untoter in den meisten Fällen auch noch einen mehr oder minder penetranten Verwesungsgeruch. Alles zusammen ist dazu geeignet, jedes menschliche Wesen deutlich auf Abstand gehen zu lassen.

Nun könnte man einwenden, dass es bei einem auferstandenen Hirntoten, der lediglich seinen Fressinstinkten folgt, letztlich egal ist, ob sich jemand für ihn interessiert. R allerdings, der männliche Protagonist von "Warm Bodies" (gespielt von Nicholas Hoult), ist ganz und gar nicht hirntot. Bei ihm steckt im Körper eines toten Jugendlichen ein sehr wacher Geist. Aus dem Off hören wir seine Stimme, die uns seine Geschichte erzählt und seine augenblickliche Lage schildert: An sein Leben vor der Zombiewerdung kann er sich nicht mehr erinnern, noch nicht einmal an seinen Namen. Er glaubt allerdings, dass er mit einem R anfing, deshalb nennt er sich nun einfach so. Sein neues Zuhause ist ein Provinzflughafen, wo noch Dutzende weiterer Zombies leben, deren kleine Schrullen er aufmerksam registriert und kommentiert, und man versteht, dass Zombies ein sehr langweiliges und eintöniges Dasein fristen. Als Rückzugsort hat R eins der Flugzeuge auf dem Rollfeld gekapert und es sich dort mit einigen Schallplatten gemütlich gemacht.

Eines Tages überraschen er und ein paar seiner Zombie-Kollegen eine Gruppe von Jugendlichen, die aus der letzten verbliebenen menschlichen Siedlung gekommen sind, um nach Medikamenten zu suchen. Unter ihnen sind auch Julie (Teresa Palmer) und ihr Freund Perry (Dave Franco, der Bruder von James). R erwischt Perry nach Zombie-Art, tötet ihn, und macht sich daran, sein Gehirn zu verspeisen. Dadurch allerdings gehen Perrys Erinnerungen und Gefühle auf ihn über, und langsam spürt er, dass er sich in Julie verliebt. Und während er zuvor nur unter größten Schwierigkeiten einzelne Wörter herausbrachte, die mehr einem Knurren ähnelten, lernt er nun langsam wieder zu sprechen.

"Warm Bodies" ist im Prinzip eine kitschige, romantische Liebeskomödie, allerdings mit der klitzekleinen Besonderheit, dass die männliche Hauptfigur ein Zombie ist. Macht ja nichts. Es entspinnt sich eine Romeo-und-Julia-Geschichte – die Namen der beiden Protagonisten sind nicht zufällig gewählt –, die sogar mit einer Balkonszene aufwarten kann.

Und es gibt jede Menge Drama, Baby. Denn neben den untoten Zombies existieren noch die ganz toten Bonies, die aussehen wie Zombies auf Crystal Meth, eine Art Skelette mit ein wenig verwestem Fleischbesatz. Sie sind die wahren Bösen in diesem Film, denn sie machen auf alles Jagd, was noch einen Herzschlag hat. Und Typen wie R, die noch etwas Menschliches in sich haben, sind ihnen ein besonderer Dorn im Auge, wobei man allerdings sagen muss, dass sie so etwas wie Augen eigentlich nicht mehr besitzen. Der Konflikt ist klar: Die letzten verbliebenen Menschen unter ihrem Anführer Grigio (John Malkovich) gegen die Bonies, und die Zombies stehen in der Mitte.

Der Film ist sehr lustig. Das liegt zum einen am inneren Monolog von R, der sich seiner Unzulänglichkeiten als Zombie sehr wohl bewusst ist und dennoch wie ein verliebter Schuljunge verzweifelt nach Wegen sucht, an Julie heranzukommen, ohne dabei wie ein hirntoter Idiot auszusehen. Zudem gewinnt Regisseur Jonathan Levine, der auch das Drehbuch nach dem Roman von Isaac Marion geschrieben hat, der Figur des Zombies etliche witzige Aspekte ab. Mit am besten hat mir die Szene gefallen, in der die beiden Mädchen mit viel Rouge und einem flotten Haarschnitt aus dem blassen R wieder einen Menschen machen.

"Warm Bodies" hat einige Fehler, viele davon haben mit mangelnder Logik zu tun. Er gewinnt seinen Reiz praktisch ausschließlich aus der skurrilen, originellen Grundkonstellation und weniger aus der Handlung. Die ist in weiten Teilen einfach nur bittersüß und stark vorhersehbar. Doch die Ironie, die die Macher der Geschichte mitgegeben haben, hat den Film zum Glück davor bewahrt, zu einem zweiten "Twilight – Biss zum Morgengrauen" zu werden.

"Warm Bodies" in der IMDB

Der deutsche Trailer:

Bearbeitet: Freitag 22 Februar 2013 11:14

"Djesus Uncrossed"

Geschrieben am Sonntag 17 Februar 2013 um 16:44 von Roland Freist

Schöner Sketch von "Saturday Night Live" (SNL), der wöchentlichen Comedy-Show auf NBC: "Djesus Uncrossed", der neue Film von Quentin Tarantino, nimmt Anleihen bei "Inglourious Basterds", "Kill Bill" und natürlich "Django Unchained" und präsentiert Christoph Waltz als den vom Kreuz befreiten Rächer mit der Dornenkrone.

Bearbeitet: Mittwoch 20 Februar 2013 10:19

Die "Star Wars"-Outtakes

Geschrieben am Dienstag 12 Februar 2013 um 11:09 von Roland Freist

Wie bei allen Filmen ging auch bei "Star Wars" einiges schief. Die folgenden Videos versammeln die schönsten misslungenen Szenen aus den sechs Filmen. Es geht los mit den Outtakes von Episode IV, V und VI, also den drei zuerst gedrehten Folgen der Serie. Vieles von dem, was hier gezeigt wird, gewinnt seinen Reiz allerdings vor allem durch den Blick hinter die Kulissen, den die Szenen gewähren:

Für den Fall, dass Sie sich an den Inhalt der Filme nicht mehr so recht erinnern – hier finden Sie eine Zusammenfassung in rasanten zwei Minuten und 13 Sekunden.

Weiter geht's mit Episode 1. Meine Lieblingsszenen sind die mit dem strauchelnden R2D2:

Episode 2 mit einer fröhlichen Natalie Portman:

Zu Episode 3 schließlich wurden keine Outtakes mehr veröffentlicht, stattdessen gab es einige Behind-the-Scenes-Aufnahmen:

Filmkritik: "Zero Dark Thirty"

Geschrieben am Donnerstag 31 Januar 2013 um 22:34 von Roland Freist

Die Nacht der Jägerin

Es gibt eine Szene in diesem Film, in der der Chef der CIA, gespielt von James Gandolfini, sich in der Kantine zu seiner Agentin Maya (Jessica Chastain) an den Tisch setzt. Er ist immer noch nicht hundertprozentig überzeugt, dass sie tatsächlich das Versteck von Osama bin Laden gefunden hat, und will ihr noch etwas auf den Zahn fühlen. Wie lange sie denn schon bei der CIA sei, fragt er sie. Zwölf Jahre, ist die Antwort. "Und was haben Sie vorher gemacht?" "Nichts. Die Agency hat mich direkt von der Highschool rekrutiert." Das ist eine der wenigen Szenen in "Zero Dark Thirty", in denen man zumindest ahnt, was in der Hauptperson dieses Films vorgeht. Denn von diesen zwölf Jahren hat Maya mindestens acht, wahrscheinlich jedoch mehr, ausschließlich mit der Suche nach bin Laden verbracht. Immer wieder wurde sie durch Rückschläge, aber auch durch Hindernisse in der eigenen Behörde aufgehalten, und musste sich gegen zweifelnde Kollegen und sogar gegen ihre Vorgesetzten durchsetzen, um die Spur zu bin Laden weiterhin verfolgen zu können. Außerhalb dieses Lebens auf der Jagd existiert Maya praktisch nicht.

Der Film beginnt, mit was auch sonst, mit den Anschlägen vom 11. September 2001. Regisseurin Kathryn Bigelow ("Blue Steel", "The Hurt Locker") verzichtet auf die Bilder von den Flugzeugen und den brennenden Türmen und spielt vor dem Hintergrund einer schwarzen Leinwand lediglich einen Zusammenschnitt von Telefongesprächen ab, die die Eingeschlossenen im World Trade Center mit ihren Angehörigen und den Rettungsdiensten führten.

Danach springt der Film ins Jahr 2003 und stellt uns Maya vor. Sie wurde als Verstärkung für die CIA-Agenten vor Ort in die amerikanische Botschaft nach Pakistan geschickt. In einer rund 20minütigen Sequenz sieht man sie als Zeugin bei der Folterung von Gefangenen. Die Männer werden bedroht, geschlagen, gedemütigt, mit Waterboarding und Schlafentzug gequält. In den USA haben diese Szenen eine Diskussion ausgelöst, ob "Zero Dark Thirty" die Folter rechtfertige oder sogar gutheiße. Doch das ist Unsinn. Es ist eine Qual, diese Szenen anzusehen. Im Unterschied zur Fernsehserie "24", in der Jack Bauer Folter genauso selbstverständlich einsetzte wie seinen Revolver, werden hier nicht nur die Schmerzen der Opfer spürbar, sondern auch das Unbehagen der Folterer. Auch Maya kann einige Male kaum noch hinsehen. Doch als es darum geht, von den Gefangenen Informationen zu bekommen, verfolgt sie ohne zu zögern die Linie ihrer folternden Kollegen.

Wir erfahren von Maya nicht mehr, als dass sie Osama bin Laden jagt, mit ihrer ganzen Energie und einem unbändigen Willen. Maya ist vermutlich eine Psychopathin: Sie zeigt kein gesteigertes Interesse daran, mit anderen auszugehen, die Männer in ihrer Umgebung nimmt sie nicht wahr. Sie sieht nicht fern, hört keine Musik, legt keinen Wert auf besondere Kleidung. Man hat dem Film den Vorwurf gemacht, dass seine Hauptfigur blass bleibt, weil sie nur selten etwas von sich preisgibt und keine Spur eines Zweifels zeigt. Doch das ist genau die Tragik – Maya definiert sich ausschließlich durch die Jagd auf Osama bin Laden. In der Schlussszene sieht man sie im Flugzeug sitzen, allein, und an ihrem Blick kann man ablesen, dass sie spürt, wie sie sich nach Abschluss der Jagd als Person quasi auflöst.

Jessica Chastain ("The Tree of Life", "Take Shelter") ist eine der großen, aufstrebenden Schauspielerinnen unserer Zeit. Für "Zero Dark Thirty" hat sie bereits einen Golden Globe als beste Hauptdarstellerin in einem Filmdrama bekommen, und die Chancen stehen gut, dass man ihr auch den Oscar überreichen wird. Sie gehört zu den Menschen, die eine Rolle scheinbar ganz einfach verkörpern können, ohne groß spielen zu müssen, sie sind einfach die Figur, die man ihnen gegeben hat. Das ist große Schauspielkunst und im Falle von Jessica Chastain umso bewundernswerter, wenn man sich erinnert, dass sie mit der gleichen Selbstverständlichkeit die überdrehte Celia Foote in "The Help" zum Leben erweckt hat.

"Zero Dark Thirty" hat einige Längen, einige Szenen hätte man deutlich kürzen können. Doch der Film wird nie langweilig. Er hat eine klar angelegte Struktur – aus dem Durcheinander der ersten Monate nach den Anschlägen, mit Tausenden von Hinweisen und Informationen, schält sich nach und nach eine Spur heraus, bis es zum Schluss in Abbottabad gegen das Endmonster geht. Doch mehr noch als von der Jagd auf bin Laden handelt er von der Frau, die ihn gefunden hat. Nach allem was man weiß, ist die echte Agentin, die das Vorbild für die Maya im Film abgab, anschließend irgendwo in der Bürokratie der CIA verschwunden.

"Zero Dark Thirty" in der IMDB

Der deutsche Trailer:

Bearbeitet: Freitag 01 Februar 2013 12:09

Filmkritik: "Flight"

Geschrieben am Sonntag 27 Januar 2013 um 22:00 von Roland Freist

Absturz

Definitiv kein Film fürs Bordkino. Gleich am Anfang von "Flight" steht eine Notlandung, die man als Zuschauer im Cockpit miterlebt. Sie beendet einen rund 20minütigen Horrorflug von Atlanta nach Orlando. Am Steuer sitzen Kapitän Whip Whitaker (Denzel Washington) und sein erster Offizier Ken Evans (Brian Geraghty). Bereits beim Start machen ihnen Seitenwinde, kräftige Turbulenzen und schlechtes Wetter zu schaffen, beim Anflug auf Orlando fällt dann noch das Höhenleitwerk aus. Die Maschine geht in den Sturzflug über, was Whitaker nur stoppen kann, indem er das Flugzeug auf den Rücken legt, so dass es kopfüber fliegt. Erst knapp über dem Boden dreht er es wieder in die richtige Lage und landet mit brennenden Triebwerken auf einem Feld. Von 102 Menschen an Bord, die Besatzung mitgezählt, überleben 96. Eine fliegerische Meisterleistung, für die Medien ist Whitaker ein Held.

Im Krankenhaus stellt sich jedoch schnell heraus, dass Whitaker nicht nur nicht nüchtern war, als er sich in den Pilotensessel setzte, sondern sturzbetrunken. Man misst 2,4 Promille in seinem Blut, dazu kommen Spuren von Kokain. Die Nacht zuvor war er mit einer der Flugbegleiterinnen im Bett, den mangelnden Schlaf wollte er mit einer Line Koks zum Frühstück, Zigaretten und viel schwarzem Kaffee kompensieren. An Bord hatte er sich sofort zwei Fläschchen Wodka genehmigt. Das alles ist normal für ihn, Whitaker ist seit Jahren Alkoholiker und hat aus diesem Grund bereits seine Frau und seinen Sohn verloren.

Im Krankenhaus konfrontieren ihn sein alter Freund Charlie Anderson (Bruce Greenwood) und der Anwalt Hugh Lang (Don Cheadle) mit den Tatsachen, und Lang erklärt ihm zudem, dass er für den Tod der sechs Menschen zur Rechenschaft gezogen werden könnte – irgendjemand muss schließlich als Schuldiger benannt werden. Whitaker drohen eine Klage wegen Totschlags und im Falle eines Schuldspruchs eine lebenslange Gefängnisstrafe.

"Flight" stellt einige interessante Fragen: Ist Whitaker ein Held, weil er 96 Menschen das Leben rettete? Oder verdient er eine Strafe, weil er betrunken geflogen ist und damit Menschenleben gefährdet hat? Könnten die sechs Toten noch leben, wenn er nüchtern gewesen wäre? Oder war es vielleicht nur einem Betrunkenen möglich, ohne nachzudenken dieses wahnwitzige Flugmanöver einzuleiten, das schließlich der Mehrheit der Passagiere und Besatzungsmitglieder das Leben rettete?

Whitaker will seinen Kopf aus der Schlinge ziehen. Er ist stolz darauf, dass er das Flugzeug noch landen konnte und verweist darauf, dass das nur wenigen Piloten gelungen wäre. Eine Simulation der Untersuchungsbehörde gibt ihm Recht. Seinem Anwalt gelingt es, die Ergebnisse der Blutuntersuchung anzufechten, sie dürfen im Untersuchungsverfahren nicht verwendet werden. Wenn Whitaker nun behauptet, er sei nüchtern gewesen, kann niemand ihm das Gegenteil beweisen. Mittlerweile hat er wieder begonnen zu trinken, an manchen Tagen bis zur Bewusstlosigkeit.

Denzel Washington spielt in "Flight" einen Alkoholiker, der, wie viele Alkoholiker, der Überzeugung ist, alles im Griff zu haben. Doch der Film zeigt, wie alles um ihn herum in die Brüche geht, wie er im Suff seine wenigen Freunde vor den Kopf stößt und sie ihn verlassen. "Flight" ist in erster Linie ein Film über die Sucht.

Neben der erwähnten Flugsequenz am Anfang ist es vor allem die darstellerische Leistung von Denzel Washington, die diesen Film außergewöhnlich macht. Was in ihm vorgeht, verraten nur ganz kleine Gesten, ein Zusammenpressen der Lippen etwa oder ein flackernder Blick. Gefühlvolle Szenen, die andere Schauspieler genüsslich ausgewalzt hätten, um ihre Charakterstudien zu präsentieren, spielt er mit ein paar unkontrollierten Zuckungen der rechten Gesichtshälfte. Große Kunst, die so vermutlich auch nur auf der Kinoleinwand erkennbar ist. Auf dem Fernseher wird der Film einiges an Qualität verlieren.

Regisseur Robert Zemeckis ("Zurück in die Zukunft", "Forrest Gump") hat mit "Flight" nach langen Jahren wieder einen Film mit realen Darstellern gedreht, nachdem er sich zuletzt auf Animationsfilme wie "Der Polarexpress" konzentriert hatte. Es ist ein guter, aber seltsam langer Film geworden, bei dem man allerdings bereits zur Halbzeit weiß, wie er nach den Regeln des Kinos ausgehen muss. Zwar kommt nie Langeweile auf, dazu sind die Szenen zu abwechslungsreich und die Schauspieler zu gut. Doch als zum Schluss das erwartete Ende kommt, ist das trotzdem etwas enttäuschend, auch wenn einem der Verstand sagt, dass jede andere Schlussszene letztlich unbefriedigend und nicht möglich gewesen wäre.

"Flight" in der IMDB

Der deutsche Trailer:

Bearbeitet: Freitag 01 März 2013 16:35

Filmkritik: "Frankenweenie"

Geschrieben am Samstag 26 Januar 2013 um 22:11 von Roland Freist

Hunde wollen ewig leben

Als ich ein Junge von etwa 13 oder 14 Jahren war, begann die ARD oder vielleicht auch das ZDF eine Reihe mit klassischen Horror- und Science-Fiction-Streifen. Jeden Samstagabend nach 23 Uhr liefen da die Dracula-Filme mit Christopher Lee, Frankenstein, Klassiker wie "Kampf der Welten" oder "Der Tag, an dem die Erde stillstand", aber auch neuere Produktionen aus den späten 60er und frühen 70er Jahren wie "Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All" und "Jahr 2022 … die überleben wollen" (mit der unsterblichen und kürzlich auch in "Cloud Atlas" zitierten Zeile "Soylent Green ist Menschenfleisch!"). Den Türspalt sorgfältig mit einem zusammengerollten Teppich abgedeckt, damit kein Lichtschein nach außen fiel, und den Ton auf kaum noch hörbar heruntergeregelt, saß ich in meinem Zimmer wenige Zentimeter vor dem Fernseher und tauchte in faszinierende Welten voller Untoter, Monster und bösartiger Wesen aus dem All ein. Beim Sehen von "Frankenweenie" kamen diese Erinnerungen wieder auf, und es keimte der Verdacht auf, dass Tim Burton eine ähnliche Geschichte erzählen könnte.

Es geht um einen Jungen namens Victor Frankenstien, einen Außenseiter, der sich in erster Linie für Naturwissenschaften und Technik interessiert. Victor hat einen Hund namens Sparky, der eines Tages von einem Auto überfahren wird. Victor ist untröstlich, er hat seinen besten Freund verloren. Gemeinsam mit seinen Eltern vergräbt er ihn auf dem örtlichen Tierfriedhof. Der Ort hat eine Atmosphäre, dass man meint, bereits die Pfoten der ersten Vampirhunde zu sehen, die sich durch die noch lockere Erde nach oben arbeiten.

In der Schule hat ein neuer Physiklehrer angefangen, ein Mr. Rzykruski. Mit osteuropäischem Akzent zeigt er den Kindern, dass die Muskeln eines toten Froschs anfangen zu zucken, wenn man ihn an die Steckdose anschließt. Das bringt Vincent auf eine Idee: Wenn man noch mehr Strom durch ein Tier leiten würde – wäre es dann möglich, dass es wieder ganz lebendig wird? Er buddelt Sparky wieder aus und baut eine Apparatur, die bei einem Blitzeinschlag die Energie durch den Körper des Hundes führt.

Spätestens ab dieser Stelle beginnt Tim Burton lustvoll alte Horrorstreifen aus den 30er, 40er und 50er Jahren zu zitieren. So erkennt man beispielsweise die von schweren Eisenketten nach oben gezogene Pritsche mit dem noch toten, zusammengeflickten Monster, es gibt ein Faktotum in Gestalt eines buckligen Jungen mit einem sehr, sehr schlechten Gebiss, Frankensteins Braut mit der bizarren Hochspannungsfrisur taucht auf, und während des großen Finales stapft eine überdimensionale Schildkröte auf zwei Beinen durch einen Vergnügungspark und brüllt wie Godzilla.

"Frankenweenie" ist als Stop-Motion-Animation stilecht in Schwarzweiß umgesetzt. Das schafft eine zusätzliche ironische Distanz zu der Handlung, die ansonsten mit den bewährten, klassischen Schock- und Gruseleffekten arbeitet. Der Film ist für Kinder ab zwölf Jahren freigegeben – mit jüngeren sollte man ihn nicht besuchen, denn einige Effekte erweisen sich auch nach 60 oder mehr Jahren immer noch als wirkungsvoll. Wie alle Disney-Produktionen ist "Frankenweenie" in 3D ausgeführt, was selten so überflüssig war wie hier. Es gibt keine einzige Einstellung, die von dieser Technik profitieren würde. Wer kann, soll sich den Film in 2D ansehen und ein paar Euro sparen.

Die Kinder im Kino mochten den Film, vor allem wohl wegen seiner sympathischen Protagonisten, die sich gut als Identifikationsfiguren eignen. Ihre Eltern amüsierten sich eher über die Filmzitate und kicherten in sich hinein. "Frankenweenie" ist vielleicht nicht Tim Burtons bester Film, aber er macht Spaß, und das gilt für alle Altersklassen. Und was will man eigentlich mehr?

"Frankenweenie" in der IMDB

Der deutsche Trailer:

Bearbeitet: Samstag 26 Januar 2013 22:57

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